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Einseitige Partie endete torlos

In der Frauenfußball-Landesliga kam die BSG Stahl Brandenburg am Sonntag auswärts bei der SG Blau-Weiß Beelitz nicht über ein 0:0 hinaus.  Über dieses Ergebnis freuten sich nach Spielschluss die Gastgeberinnen, als ob sie einen Sieg davongetragen hätten. Davon waren sie jedoch weit entfernt.

Das gesamte Spiel der Blau-Weißen war darauf ausgerichtet keinen Treffer zu kassieren. Nach dem Seitenwechsel machten sie keinerlei Anstalten in den Sechzehner der Gäste zu gelangen. Da waren sie im ersten Durchgang noch etwas mutiger, versuchten wenigstens mit langen Bällen ihre Stürmerin in Szene zu setzen. Gefährlich wurde es für Celina Pflanz, die diesmal das Stahl-Tor hütete, nur einmal, als nach einer halben Stunde die Abwehr nicht aufpasste und nur durch ein Foulspiel die Beelitzerin gestoppt werden konnte. Der Freistoß aus etwa 20 Meter krachte an die Latte. Ansonsten verlebte die junge Torfrau einen ungemütlichen kalten Vormittag. Dabei hatte sich Trainer Oliver Gühne bewusst für Pflanz anstatt Faye Riedel entschieden, damit sie sich in einer brisanteren Partie bewähren sollte. Doch Offensivaktionen der Blau-Weißen blieben marginal.

Da zeigten die Brandenburgerinnen schon mehr Einsatz, um sich die 3 Punkte im Verfolgerduell zu sichern. Die Beelitzerinnen machten es ihnen aber enorm schwer mit ihrer dicht gestaffelten Abwehr. Wenn sich eine Stahl-Spielerin im eins- zu-eins durchgesetzt hatte, war dann bei der Folgeaktion meist immer ein gegnerisches Bein dazwischen. Und wenn die Gäste sich durchgespielt hatten, kam das „alte Leid zum Tragen“: die Chancenverwertung. Vor der Pause bekam Anja Seelhoff die große Chance, doch ihr Heber über die Beelitzer Torfrau aus acht Meter, ging am rechten Pfosten vorbei. Oder Livia Bauer, die nach einem schönen Angriff über die Außen entschlossen abzog, aber nur den Pfosten traf.

Ähnlich sah es im zweiten Abschnitt aus. Bloß dass sich die Dominanz der Stahl-Elf zwar vergrößerte, doch die Beelitzerinnen ihnen durch ihre defensivere Auslegung, noch weniger Platz überließen. Bis zum Ende rannten die Stahl-Frauen an, verzeichneten noch einen Aluminiumtreffer und eine gute Gelegenheit durch Vanessa Bürger, bevor sie in der 67. Minute durch Alea Emilie Marx ersetzt wurde, aber „das Runde wollte nicht ins Eckige“. So gab es nach dem Abpfiff auf der einen Seite große Freude über das Remis, während auf der anderen sich eine gewisse Enttäuschung breit machte.

Trainer Gühne wollte jedoch nicht den Stab über seine Mannschaft brechen: „Wir haben den Ball gut laufen lassen, Beelitz nicht zur Entfaltung kommen lassen. Uns ist in dieser Saison ein wenig das Spielglück abhandengekommen. Im letzten Jahr gab es einen ähnlichen Spielverlauf, doch da haben wir den einen Treffer zum 1:0-Sieg gemacht. Dieses Quäntchen Glück fehlt uns zurzeit. Zudem müssen wir unsere jungen Spielerinnen versuchen einzubauen. Das gelingt uns recht gut, sind aber noch auf dem Weg. Es lag nicht an ihnen, dass wir nicht gewonnen haben.“

Am nächsten Wochenende sind die Stahl-Spielerinnen gleich doppelt gefordert. Am Freitagabend kommt mit der SG Sieversdorf der neue Tabellenzweite an den Quenz, am Sonntag ist Blau-Weiß Pessin zu Gast.