BSG Stahl Brandenburg e.V.

1. Herren

21. Juni 2024

Mit Anstand aus der Saison verabschiedet

Zum Saisonfinale in der Landesliga Nord trat die BSG Stahl Brandenburg beim SV Blau-Gelb Falkensee an. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr, beide Reihen wollten sich aber mit Anstand aus der Saison verabschieden. Bei den Gastgebern hieß das, tief in der eigenen Hälfte stehen, um möglichst wenig Gegentreffer zu kassieren. So mussten die Brandenburger wieder einmal gegen ein Bollwerk anrennen.

Taten sie es in der Vergangenheit, als das Titelrennen noch offen war, mit viel Laufbereitschaft und einer gewissen Aggressivität, um die gegnerische Defensive auseinander zu reißen, so merkte man ihnen an diesem Sonnabend an, dass die „Luft raus war“. Die Stahl-Elf hatte Mühe in die Partie zu finden. Der auffälligste Offensivspieler war Leon Sitz, der nochmals viel Spielfreude an den Tag legte. In der 13. Minute versuchte er es mit einem Heber aus 25 Meter, der auf dem Tornetz landete. Zehn Minuten später probierte er es aus 18 Meter, den Schuss hielt der Torhüter sicher. Wenig später ging sein Versuch aus 20 Meter nur knapp über den Querbalken (28.).

Wie aus dem Nichts gingen die Platzherren in der 32. Minute in Führung. Ein langer Freistoß aus dem linken Halbfeld segelte in den Stahl-Sechzehner, kein Brandenburger stieg ernsthaft hoch, um die Situation zu klären, so kam nach einem Querschläger Tim-Michael Meyer an den Ball und schloss überlegt ins lange Eck ab. Dieser Schreckschuss weckte die Gäste aus ihrer Lethargie und sie kamen noch vor der Pause zum Ausgleich. Nach einem Eckball von Leon Sitz köpfte Erik Sauer in der 40. Minute unhaltbar zum 1:1 ein. Kurz darauf gab es zwei umstrittene Szenen. Bei der einen wurde Maksymilian Boczek im Sechzehner gehalten, doch der Schiedsrichter pfiff nicht. Ebenso nicht als Maximilian Glomm seinen Gegenspieler festhielt. Es war zwar außerhalb des Strafraums, aber gelbwürdig. Und da er schon in der 30. Minute verwarnt wurde, hätte es eigentlich sein vorzeitiges Spielende bedeutet. So wurde er zur Pause für Pavel Sachs ausgewechselt.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff hatte Sauer nach einer Ecke von Elias Große (48.) erneut eine Kopfballchance, die aber Torhüter Pascal Stahl, der zur zweiten Hälfte eingewechselt wurde, glänzend parierte. Kurz darauf setzten die Falkenseer zu einem gefährlichen Konter an, kamen frei vor Felix Baitz zum Abschluss, doch das Leder ging über die Latte. Es war gleichzeitig auch die letzte Gelegenheit für die Blau-Gelben. Danach stand nur noch Pascal Stahl im Rampenlicht. In der 57. Minute hielt er gegen Diego Lima De Mello, als der Stahl-Stürmer sich endlich einmal im Eins-gegen-Eins durchsetzte und nur zwei Minuten später entschärfte er einen 18-Meter-Schuss von Jin Sugita.

Mit der Einwechslung von Luca Benedict Köhn für Boczek (68.) kam noch einmal frischer Wind in die Stahl-Offensive. Er war es auch, der in der 73. Minute in den Sechzehner eindrang und nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Lima De Mello gewohnt sicher. Wenig später gab es das Duell Köhn gegen Stahl. Der Stahl-Spieler dribbelte sich in den Strafraum zog scharf aus zehn Metern ab, den Schuss konnte der Keeper gerade noch klären. Allerdings hielt er sich noch minutenlang die Hand, das „Köhn-Geschoss“ hinterließ Spuren. Dennoch blieb er auch noch in der 85. Minute Sieger, als Leon Sitz nach einem feinen Solo beherzt abschloss. In der gleichen Minute überließ Trainer Aaron Müller Adrian Jordanov die Bühne, indem er ihn für Max-Bennet Säger auswechselte. Jordanov machte ebenfalls sein letztes Spiel für die BSG Stahl und holte sich den verdienten Applaus ab.

„Wir haben gewonnen, egal wie. Allerdings mussten wir heute innerhalb der Mannschaft gehörig umstellen, Sugita wurde zum Beispiel rechter Außenverteidiger, so dass sie sich auf dem Platz erst einmal finden musste. Doch letztendlich haben wir uns mit Würde und Anstand aus der Saison verabschiedet“, meinte nach Spielschluss ein zufriedener Trainer Müller. Die Vorbereitung auf die Saison 2024/25 startet am 6. Juli.

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