BSG Stahl Brandenburg e.V.

1. Herren

3. Juni 2024

War es das für die BSG Stahl ?

Beim Spitzenreiter SV Altlüdersdorf hätte die BSG Stahl Brandenburg am Sonnabend einen Sieg benötigt, um das Titelrennen noch einmal offener zu gestalten. Doch mit dem 1:1 gibt es nur noch rein theoretische Chancen, die aber praktisch gegen Null tendieren. Dass die Brandenburger ihre restlichen beiden Spiele gewinnen, ist noch vorstellbar, aber nicht, dass die SVA-Kicker ihre beiden Partien verlieren.

Die Begegnung war von Respekt geprägt, kein Team wollte vorzeitig etwas riskieren. Dennoch ging die erste Hälfte an die Gastgeber, da sich die Stahl-Spieler in den 1:1-Situationen nicht durchsetzen konnten. Während die SVA-Defensive stabil wirkte, musste die Gästeabwehr mehr Möglichkeiten zulassen. Die erste Chance war kurios. Ein weiter Einwurf, von keinem anderen Spieler berührt, ditschte an die Latte. Nach einer Viertelstunde drang Ceif Ben-Abdallah in den Stahl-Sechzehner ein, umkurvte Torwart Felix Baitz, seinen Schuss wehrte Adrian Jaskola auf der Torlinie ab. Kurz darauf gab es zweimal das Duell Ben-Adallah gegen Baitz. Einmal kam er nach einem guten Zuspiel frei zum Schuss (17.), doch der Stahl-Keeper blieb Sieger, wie auch nach dem Solo des Toptorjägers (19.). Dann versuchte es Finn Wozniak (21.) aus spitzem Winkel, aber Baitz ließ sich nicht überraschen.

Von den Brandenburgern war offensiv in der ersten Hälfte nur wenig zu sehen. In der 20. Minute bekam SVA-Torhüter Yassin Itri zum ersten Mal nach einer eher harmlosen Flanke die Hand an den Ball. Gefährlich wurde es in der 27. Minute, als Luca Benedict Köhn sich auf der linken Seite durchsetzte, seine scharfe Hereingabe verpasste Diego Lima De Mello am ersten Pfosten, doch da am zweiten Pfosten kein Brandenburger stand, verpuffte die Situation. Nach einer halben Stunde stellte Trainer Aaron Müller auf einer Dreierkette im Spielaufbau um, was der Offensive zugute kam, vor allem Köhn. Die besten Chancen zum Torerfolg sahen die Zuschauer aber kurz vor der Pause auf der Gegenseite. Aus dem Gewühl heraus kamen die Platzherren in der 44. Minute zum Abschluss, der aber am Pfosten vorbei strich. In der Nachspielzeit eilte Szymon Wierzchowski auf das Stahl-Tor zu, doch sein Versuch knallte nur an den langen Pfosten.

Das 0:0 zur Halbzeit war aus Sicht der Gäste glücklich, doch nach der Umstellung des Trainers, sah ihr Spiel strukturierter aus, was Hoffnung auf den zweiten Durchgang machte. Da hatten die Platzherren in der 55. Minute die erste Gelegenheit, die um Zentimeter Tor vorbei ging. Wenig später rückte der Schiedsrichter zum ersten, und nicht zum letzten Mal in den Blickpunkt. In einem Zweikampf hatte Diego Lima De Mello sicherlich sein Bein hoch, sein Gegenspieler aber seinen Kopf auch extrem unten. Da der Brasilianer bereits vor der Pause verwarnt wurde, stellte ihn der Unparteiische nun mir Gelb-Rot vom Platz. Er hätte der Bank auch signalisieren können, Lima De Mello auszuwechseln, doch er wollte scheinbar ein Exempel statuieren. Dies empörte den Co-Trainer Lars Bauer, der nach seiner verbalen Kritik glatt Rot sah.

Danach hatte man das Gefühl, dass der Referee alle 50:50-Entscheidungen gegen die BSG Stahl entschied. Damit hatte er seinen Anteil, dass das Geschehen auf dem Rasen immer hitziger wurde. Zunächst schien es noch so, als ob die Brandenburger die passende Antwort parat hatten. Eine Flanke von Marvin Krause ließ Yassin Itri durch die Hände flutschen und Erik Sauser bedankte sich in der 63. Minute per Kopf mit der Führung. Mit einem Mann weniger, verlegten sich die Gäste vermehrt auf die Verteidigung. Die Gastgeber erhöhten den Druck, ohne jedoch reihenweise Chancen zu erspielen. Allerdings herrschte bei jedem Angriff im Stahl-Strafraum Alarmstimmung. In der 79. Minute gab es ein Getümmel vor dem Kasten von Baitz, der aber den Schuss entschärfte.

Kurze Zeit später musste Konrad Korczyinski (85.) mit der Roten Karte vom Platz. Er traf Sebastian Hoyer mit der Sohle auf der Wade. Dann wurde es ganz bitter für die Brandenburger. In der 87. Minute schien die Situation bereits geklärt, dann kam der Ball noch einmal in den Strafraum, ein Altlüdersdorfer köpfte einen Stahl-Spieler an den Rücken und von dort ging das Leder ins Tor. Trotz des Treffers musste sich der Altlüdersdorfer Sven Marten lautstark beschwert haben, er sah ebenfalls die Rote Karte (88.). Kurz darauf erwischte es auch den Stahl-Trainer Müller, der nach der Ampelkarte vorzeitig die Bahn verlassen musste.

Damit hatte der Schiedsrichter noch nicht die ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Er hatte noch etwas in petto. In der Nachspielzeit drang Hoyer in den SVA-Sechzehner ein, wurde oben gedrückt und unten getroffen, für den Referee kein Strafstoß. Den gab es aber vier Minuten später, wo ein Atlüdersdorfer geschickt den Kontakt im Sechzehner suchte. Doch Felix Baitz parierte den Strafstoß, und verhinderte die Niederlage. Nach Spielschluss wurde es nochmals turbulent auf dem Rasen, da einige SVA-Kicker, durch Gesten und Worte provozierten. Auch dies hatte seinen Ursprung in der indiskutablen Schiedsrichterleistung ab der 60. Minute.

Darauf ging auch Trainer Aaron Müller in seiner Rede an die Mannschaft ein: „So ein Topspiel benötigt zwei disziplinierte Mannschaften und einen Schiedsrichter, der auf Augenhöhe mitspielt. Das war heute leider nicht gegeben, das Niveau konnte er nicht halten. Denn bei etwas mehr Courage hätte er in der Nachspielzeit in der Aktion gegen Hoyer auf den Punkt gezeigt. So wäre es eventuell ein glücklicher Sieg geworden, doch Glück wird im Titelkampf benötigt. Und die Glücksgöttin trug an diesem Tag kein blaues Trikot“.

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